Schulbäume in Subsahara-Afrika

3.000 Bäume für 8 Schulen in Malawi, Sambia und Südafrika. Das Besondere an dem Projekt: Die Pflanzung wird organisiert von lokalen Pfadfindergruppen und die Pflege übernehmen zu einem großen Teil die Schüler selbst. So werden die Setzlinge zu einem Teil praktischer Umweltbildung und bringen zusätzlich nach wenigen Jahren Ernteerträge.

Zukunft pflanzen

Das Projekt

Acht Schulen in Malawi, Sambia und Südafrika nehmen teil und pflanzen selbstorganisiert Bäume auf dem Schulgelände. Im Vordergrund steht hier nicht die Aufforstung, sondern das praktische Lernen. Unterstützt von lokalen Pfadfindernetzwerken erfahren die Jugendlichen Zusammenhänge von Klimawandel und seinen Auswirkungen, aber auch Strategien zur Bewältigung. Manche Schulen integrieren das Programm in bestehende AGs, wie den Wild Life Club der St. Ignatius Secondary in Nthalire, Malawi. Auch Pflanzung, Pflege und Verwertung werden von den Schulen individuell gestaltet. Gepflanzt werden einheimische Spezies, sowohl Obst- als auch Zier- bzw. Nutzbäume.

  • 3.000 Bäume
  • 8 Schulen in Malawi, Sambia und Südafrika
  • Pflanzung Winter 2019/20
  • Umsetzung durch lokale Pfadfindergruppen zusammen mit den Schülern
  • Praktische und theoretische Wissensvermittlung in Unterrichtseinheiten und Workshops
  • Zusatzeinkünfte für die Schulen oder Selbstverbrauch der Ernten
  • Freundlichere Lernumgebung durch schattenspendende Begrünung

Der Hintergrund

In den letzten Jahren werden die Auswirkungen des Klimawandels für die Menschen in Subsahara Afrika zunehmend spürbar. Langanhaltende Dürreperioden, Wasserknappheit (wie beispielsweise
in Kapstadt), heftige Gewitter und Überschwämmungen (Zyklon Idai in Malawi und Mosambik) sind Herausforderungen, mit denen gekämpft werden muss. Häufig werden Ernten vernichtet, was soziale Benachteiligte besonders stark trifft.

Einer der wichtigsten Wege, sich dagegen zu wappnen, liegt in der Bildung. Kindern und Jugendlichen muss die Chance gegeben werden, Zusammenhänge zu verstehen und Strategien zu entwickeln, wie es möglich ist, sich an die Klimaveränderungen anzupassen.

Durch das Pflanzprojekt soll jungen Menschen die Chance gegeben werden, sich Wissen anzueignen und das auch praktisch umzusetzen. Daher werden neben der Baumspende auch finanzielle Mittel für die Durchführung von Workshops und Seminaren bereitgestellt. Dadurch, dass die Bäume an einem Ort des Lernens gepflanzt werden, kann jedes Kind die Entwicklung verfolgen und so seine Wachstumsgeschichte erfahren.

Der Projektpartner

Der Verein Nangu Thina e.V. versteht sich als Plattform, die Projekte mit und für Kinder und Jugendliche in Afrika und Europa ermöglicht. Die enge Verbindung besteht mit Pfadfindernetzwerken in den Projektregionen garantieren eine verlässliche Partnerschaft und nachhaltige Projekterfolge.

Eine von acht:

St. Ignatius Boarding Secondary School

Nthalire, Chitipa, Malawi

In St. Ignatius gibt es den Wild Life Club mit über 100 Schülern, geleitet von den Lehrern für Geographie und Landwirtschaft. Diese Umwelt-AG ist natürlich perfekt für die Planung und Umsetzung geeignet. Fast die Hälfte der Mitglieder hat sich an der Pflanzaktion beteiligt. Um die Pflege der Setzlinge kümmern sich Wild Life Club und Hausmeister gemeinsam.

Die größte Herausforderung zu Beginn bestand hier in der Beschaffung der Setzlinge: Sie mussten zur Regenzeit vom 100 km entfernten Chitipa nach Nthalire transportiert werden. Weil die Straße zeitweise stark überschwämmt und nicht befahrbar war, musste die Delegation die Nacht unterwegs verbringen.

Auch während der langen Schulschließungen wegen Covid-19 wurde die Pflege der Setzlinge durchgehend organisiert, so dass wir von guten Überlebensraten ausgehen. Das letzte Foto ist von Ende November 2020 und zeigt junge Papaya-Bäumchen, die im Dezember 2019 gepflanzt wurden.